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Dabei seit: 15 Apr, 2012
Beiträge: 536



Yokai Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Vorwort:
In diesem Thema geht es um Yokai.
Alle Texte und Illustrationen sind das Werk von Matthew Meyer,
dem Betreiber der englischen Webseite Yokai.com.
Ich habe die Erlaubnis die Texte und Illustrationen zu verwenden,
solange sie nicht für den kommerziellen Gebrauch sind.
Die Texte werden von mir ins Deutsche übersetzt, Illustrationen
werden direkt von der Webseite yokai.com verlinkt.

Quelle: www.yokai.com
Betreiber: Matthew Meyer
Copyright © Matthew Meyer

Hinweis:
Dieses Projekt bedarf einiger Zeit, daher möchte ich bitten, dass keine Kommentare
vor Abschluss dieses Projekts getätigt werden. Danke.
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Was sind Yokai?
Yokai sind seltsame und übernatürliche Geschöpfe aus der Japanischen Folklore.
Das Wort setzt sich aus Yo [Attraktiv, betörend, Unglück] und kai [Geheimnisvoll] zusammen.

Yokai werden meist als Monster, Dämonen und Kobolde beschrieben, sie werden auch mit Geistern,
Götter, Bakemono, Tsukimono, Urbane Legenden und anderen seltsamen Erscheinungen in Verbindung gebracht.

Woher stammen Yokai?
Die Japanische Folklore ist ein zusammenschluss aus verschiedenen Traditionen, dessen Ursprung in der
Volksreligion, der isolierten Stämme japans liegt. Diese Traditionen wurden durch den Shintoismus und
später vom Buddhismus modifiziert, zudem wurde Chinesische und Indische Folklore miteinbezogen.

Die älteste überlieferte Geschichte Japans stammt aus dem 8.Jahrhundert und enthält die Schöpfungsmythen
und die legendäre Vorgeschichte Japans. Verschiedene Dokumente katalogisieren diese Legenden und Folkloren
aus verschiedenen perspektiven, zudem enthalten sie die frühesten Aufzeichnungen von Götter, Dämonen
und anderen übernatürlichen Wesen aus der Japanischen Folklore.

Während der Edo Zeit [1603 - 1868] gab es in japan einen unerwarteten aufschwung der Kultur und Kunst.
Geistergeschichten und Geschichten über Monster und seltsame Phänomene aus ganz Japan stiegen in
der Popularität auf. Die ersten mythischen Bestiarien wurden von Folkloristen und Künstlern, wie
Toriyama Sekien, zusammengestellt. Toriyama sammelte die mündlichen Traditionen des ländlichen Japans
für die wachsende Stadtbevolkerung zusammen. Zu beginn waren es Sammlungen von gemalten Schriftrollen,
die später zu mehrbändige illustrierte Enzyklopädien von seltsamen Geschichten und übernatürlichen Geschichten
erweitert wurden. Toriyama's erstes Buch "Gazu Hyakki Yagyo" [The Illustrated Night Parade of a Hundred Demons]
setzte den Grundstein für weitere Künstler und die Yokai Tradition war geboren.
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Abura Akago

Nahrung: Lampenöl
Lebensraum: Von Menschen bewohnte Gebiete.
Übersetzung: Ölkind/ölbaby

Erscheinung:
Abura akago sind Yokai der Omi Province. Sie sind eine Art von Hi no tama [Feuerball]
und können die Gestalt eines Kindes annehmen.

Verhalten:
Abura akago erscheinen zuerst als mysteriöse Feuerbälle, die planlos durch den Nachthimmel
gleiten. Sie treiben von Haus zu Haus, sobald sie eines betreten verwandeln sie sich in
kleine Babys/Kinder. In dieser Form lecken sie das Öl von Lampen und Papierlaternen, bis
sie sich wieder in Feuerbälle verwandeln und davon fliegen.

Ursprung:
Wie viele andere auf Öl-bezogene Yokai sollen Abura Akago von Öl Dieben stammen.
Während die besonderen Umstände dieser Öl Diebe mit der Zeit verloren gingen, spiegeln
sie viele andere Yokai wieder aus denen wir schliesen können, dass die Öl Diebe starben
und als Strafe ihrer Sünden zu yokai wurden, statt ins nächste Leben hinüber zu gehen.
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Abura Sumashi

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Bergpässe, Heimisch in Kumamoto
Übersetzung: Ölpresser

Erscheinung:
Der Abura Sumashi ist ein seltener yokai, der in Kumamoto beheimatet ist.
Er sieht wie ein gedrungener Humanoit mit einem hässlich großem Kopf aus,
der an eine Kartoffel oder einen Stein erinnert. Er ist extrem selten und
kann nur tief in den Bergen oder entlang von Bergpässen in den südlichen Teilen
von Japan gefunden werden, meistens dort wo wilde Teepflanzen wachsen.

Verhalten:
Es ist nur sehr wenig über den Lebensstil und dem Verhalten dieses zurückgezogenen
Yokai bekannt. Die meist bekannten Abura Sumashi leben am Kusazumigoe Pass in
Kumamoto, allerdings zeigen sie sich nur kurz den Reisenden. Gelegentlich läuft
eine alte Großmutter mit ihren Enkelkindern den pass entlang und sagt:
"Wusstet ihr,vor einer langen Zeit lebte ein Abura Sumashi in dieser Gegend"
Gelegendlich hört man eine mysteriöse Stimme antworten:
"Das mache ich immernoch"
Manchmal erscheint der Abura Sumashi den Reisenden, indem er sich aus der
Luft heraus materialisiert.

Ursprung:
Der Name stammt aus dem Akt des Ölpressens aus Samen von Teepflanzen, die
in Kumamoto wachsen. Obwohl die Ursprünge ein Rätsel sind, wird im
allgemeinen angenommen, dass Abura Sumashi die Geister von Öl Dieben sind,
die in den Wald geflohen sind. Öl war eine teure und schwer herzustellende
Ware, da es viel Zeit und harte Arbeit erforderte es aus den Teesamen zu
extrahieren. Ein diebstahl des Öls galt daher als schwere Straftat.
Diebe, die ihrer Strafe im Leben entgingen wurden als Yokai wiedergeboren,
als göttliche Strafe ihrer Sünden.
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Abumiguchi

Übersetzung: Steigbügel Mund

Erscheinung:
Abumiguchi waren einst Steigbügel von Kriegern, die in der Schlacht fielen.
Diese Steigbügel wurden auf dem Schlachtfeld vergessen. Erschüttert über
den Verlust ihres eigendlichen Zwecks, als Soldatengerät, verwandeln sie
sich in tsukumogami. Wie treue Hunde warten Abumiguchi auf dem Schlachtfeld
auf ihre Meister, die leider nie wieder zurückkehren.
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Akaname

Nahrung: Schleim, Schimmel, Abschaum, Haare, menschliche Abfälle
Lebensraum: Schmutzige Bäder/Toiletten, verlassene Häuser
Übersetzung: Drecklecker

Erscheinung:
Akaname ist ein kleiner Koboldartiger Yokai, der nur die dreckigsten Häuser
und öffentlichen Bäder bewohnt. Es hat in etwas die Größe eines Kindes oder
eines kleinen Erwachsenen, obwohl es in gebeugter Haltung viel kleiner
erscheint. Es hat fettiges schleimiges Haar auf dem Kopf, der Körper ist
Nackt und fettig. Akaname kommen in vielen verschiedenen Farben und Variationen,
von einem schimmeligen dunkelgrün bis zur rosaroten Farbe eines Dekubituses.
Sie können in einäugiger und zweiäugiger variation auftauchen, genauso können
sie einen bis fünf finger und Zehen haben. Alle Akaname besitzen eine sehr
lange und klebrige Zunge, mit der sie Schleim, Fett, Haare und andere
dreckige Dinge in Bädern und Häusern auflecken.

Verhalten:
Wie Küchenschaben, Ratten, Läuse und anderes Ungeziefer verabscheuen
Akaname gepflegte Häuser und erscheinen nur dort, wo der Besitzer einen
Mangel an Hygiene aufweist. Sie sind Scheu und halten sich von Menschen
fern, im Licht verstreuen sie sich wie Küchenschaben. Sie können
Krankheiten übertragen, daher ist es eine gute Idee, das Haus und
Badezimmer sauber genug zu halten, damit sich Akaname nicht niederlassen.
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Aka Shita

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Reisfelder und Bauerndörfer; Häufig in Tsugaru gefunden.
Übersetzung: Rote Zunge
Alternative Namen: Aka Kuchi [Roter Mund]

Erscheinung:
Aka Shita ist ein mysteriöser Geist, der sich in der Form einer schwarzen
Wolke mit scharfen Krallen und einem haarig monströsem Gesicht zeigt.
Die auffälligste Besonderheit sind der Mund und die lange rote Zunge.
Es zeigt sich in den Sommermonaten, wenn Regen und Wasser zur Erntezeit
am wertvollsten sind.

Verhalten:
Aka Shita sind Agenten von Pech und Unheil. Sie sind in erster Linie als
Bestrafer in Streitigkeiten mit Wasser bekannt, da viel Wasser für die
beflutung von Reisfeldern wichtig ist. Japans Äcker sind mit einer
komplizierten Reihe von miteinander verbundenen Aquädukten und Kanälen
verbunden, um alle Landwirte gleichermaßen mit Wasser zu beliefern.
In Zeiten der Dürre kann es vorkommen, dass ein schlechter Bauer die
Schleusentore öffnet und das Wasser seines Nachbarn in sein eigenes
Feld ablässt. Solch ein schweres Verbrechen kann Familien den
Lebensunterhalt kosten, solche verbrecher werden meist mit dem Zorn
ihrer Nachbarn konfrontiert. Wasserdiebe die nicht gefangen wurden
glauben mit ihrem verbrechen davon zu kommen, jedoch sind es genau
diese Bauern, die von Aka Shita besucht werden. Es lässt das Wasser
in ihren Feldern ab und schnappt sie mit ihrer langen roten Zunge.
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Akateko

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Japanische Gleditschien
Übersetzung: Rote Kinderhand

Erscheinung:
Die Akateko erscheinen, wie es der Name schon sagt, als körperlos rote
Hände von Kindern. Sie findet man hängend in japanischen Gleditschien.

Interaktion:
Akateko fallen von den Bäumen, wenn Menschen unter ihnen vorbeigehen.
Neben den bösen Überraschungen und der allgemeinen Gruseligkeit, die
sie ihren Opfern geben, ist nicht bekannt, dass sie größere Schäden
verursachen. Einige Leute haben die Gestalt eines schönen Mädchens in
einem Furisode [Langärmeligen Kimono] unter einem Akateko Baum gesehen.
Diejenigen, die Zeuge davon waren, wurden sofort von einem starken Fieber
befallen. Es ist unklar welche Verbindung sie zu dem Akateko hat, genauso
ob sie ein Teil dieser Erscheinung oder ein völlig anderer Geist ist.

Ursprung:
Der Ursprung von Akateko kommt in der Regel von einen bestimmten Baum
einer Grundschule aus der Stadt Hachinohe, in der Aomori Präfektur.
Es gibt auch Versionen davon in den Präfekturen Fukushima und Kagawa.
In diesen Präfekturen arbeitet Akateko mit einem anderen Yokai zusammen,
der Aka Ashi genannt wird. Sie greifen Fußgängern an die füße, damit
diese stolpern und hinfallen. Es wird gemunkelt, dass Akateko und
Aka Ashi zwei Formen des selben Yokais sind.
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Akkorokamui

Nahrung: Allesfresser, verschlingt ganze Schiffe und Wale
Lebensraum: Bucht Uchiura in Hokkaido
Übersetzung: Japanische Version des Ainu namens, Atkor kamuy

Erscheinung:
Akkorokamui ist ein gigantischer Tintenfischgott und lebt in der
Bucht Uchiura in Hokkaido. Sein Körper erstreckt sich über einen
Hektar, wenn er seine Tentakeln ausbreitet. Er ist so riesig,
dass er Schiffe und Wale im Ganzen verschlingen kann. Der Körper
ist komplett in rot. Wenn er sich aus den Tiefen erhebt, färben
sich das Meer und der Himmel in ein tiefes rot.

Interaktion:
Jedes Schiff, das es wagt, sich dem Akkorokamui zu nähern, wird
im Ganzen verschlungen. Über Generationen hielten sich Einheimische
vom Gewässer fern, sobald das Meer und der Himmel sich rot färbten.
Fischer und Matrosen denen nichts anderes überblieb, trugen Sicheln
zur Verteidigung mit sich.

Ursprung:
Akkorokamui stammt aus der Ainu Volksgeschichte, indem er als
Atkor kamuy bekannt ist. Der Name kann als "Stranghaltener Kamuy"
bezeichnet werden, wobei es sich auf die strangartigen tentakeln
bezieht. Das Wort Kamuy von den Ainu, kann mit dem japanischem
Wort Kami gleichgesetzt werden. In der Ainu Volksgeschichte wird
Akkorokamui als Wassergottheit gefürchtet und verehrt, besonders
als der Herr der Bucht Uchiura.

Legende:
Vor langer Zeit in den Bergen nahe des Dorfes Rebunge, lebte eine
gigantische Spinne namens Yaushikep. Yaushikep war gewaltig, sein
riesiger roter Körper erstreckte sich über einen Hektar weit.
Eines Tages stieg Yaushikep von den Bergen hinab und griff die
Menschen von Rebunge an. Beim Wüten bebte die Erde und er
zerstörte alles in seinem Weg. Die Dorfbewohner waren entsetzt.
Sie beteten zu den Göttern, um sie zu retten. Der Gott des Meeres,
Repun Kamuy, erhörte ihre Gebete und zog Yaushikep in die Bucht.
Als die Spinne mit dem Wasser in berührung kam, verwandelte sie
sich in einen riesigen Tintenfisch und übernahm die Verwantwortung
über die Bucht, als ihr neuer Gott. Seitdem ist er als Atkor Kamuy
oder in japanisch Akkorokamui bekannt.
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Dieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von Purpur am 22 May, 2016 22:13 46.

08 Apr, 2016 18:51 14 Purpur ist offline Beiträge von Purpur suchen Nehmen Sie Purpur in Ihre Freundesliste auf
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Amanojaku

Übersetzung: Himmlischer böser Geist
Alternative Namen: Amanjaku

Erscheinung:
Amanojaku sind böse Monster, die schon vor der Zeit der schriftlichen
Geschichte Japans bekannt wurden. Sie werden als böse kami, niedere Oni
oder als Yokai beschrieben die Unheil und böse Taten anrichten. Vor allem
sind sie dafür bekannt auf die bösen gottlosen Wünsche der Menschen, die
tief in ihren Herzen begraben sind, einzuwirken und diese zu provozieren.
Sie verbreiten geistige Verunreinigung wohin sie auch gehen.

Ursprung:
Obwohl sie älter als der Buddhismus in Japan sind, werden Amanojaku in
buddhistischen Bildern als Symbol der Bosheit, die von der Gerechtigkeit
besiegt wird, dargestellt. Insbesondere sieht man die vier himmlischen
Könige an der Spitze der Dämonen stehen, die diese zerquetschen, die
zerquetschten Dämonen sollen Amanojaku sein. Die Rüstung des Gottes
Bishamonten ist mit Gesichtern von Dämonen verzieht, die Angeblich
von diesen bösen Geist stammen.

Der Ursprung der Amanojaku befindet sich in der antiken Mythologie.
Obwohl ihre wahre Herkunft ein rätsel ist, scheinen sie sich aus alten
Mythen von bösen Shinto-Gottheiten entwickelt zu haben.
Amanozako, Amenosagume und Amenowakahiko teilen sich alle Aspekte der
untergrabenen Natur des Geistes. Es wird im allgemeinen angenommen,
dass Amanojaku von einen von ihnen oder sogar von allen abstammt.

Legende:
Die bekannteste Erzählung über Amanojaku ist die Geschichte von Uriko Hime,
die Melonen Prinzessin. In dieser Geschichte entdeckt ein kinderloses älteres
Ehepaar ein baby innerhalb einer Melone. Sie brachten sie nach Hause und
zogen sie wie ihr eigenes Kind auf, sie gaben ihr den Namen Uriko Hime. Sie
wuchs zu einer schönen jungen Frau heran und eines Tages, bat man um ihre
Hand an. Erfreut gingen ihre Eltern in die Stadt, um ihre Ausstattung zu kaufen
und die Hochzeit vorzubereiten. Bevor sie gingen warnten sie Uriko, niemals die
Tür zu öffnen egal was auch passiert.

Kurz darauf hörte Uriko Hime ein klopfen an der Tür. Eine Stimme sagte:
"Uriko Hime, bitte lass mich hinein" Sie weigerte sich die Tür zu öffnen.
Erneut erklang die Stimme:"Wenn du schon nicht die Tür öffnest, dann öffne
doch das Fenster einen Spalt..
"
Widerwillig öffnete Uriko Hime das Fenster einen Spalt. Gerade nachdem sie dies
getan hatte, schlüpften lange klauenartige Finger in den Spalt und zertrümmerten
das Fenster. Es war ein Amanojaku, er sprang auf Uriko Hime und zerrte an ihren
Kleidern. Sie kämpfte um ihr Leben, biss und trat nach dem Dämon, doch sie war
nicht stark genug. Der Amanojaku schnappte nach ihrem Hals und sie starb.

Der Amanojaku belies es nicht dabei, er häutete Uriko Hime und zog ihre Haut
wie einen Anzug an, um sich selbst zu verschleiern. Als die Eltern nach Hause
kamen, wurden sie getäuscht und glaubten ihre Tochter sei noch am Leben.

Schlieslich kam der Hochzeitstag und das ältere Ehepaar brachte den Amanojaku
in Verkleidung zu seinem zukünftigen Ehemann. Allerdings warnte eine Krähe, von
einem Baum in der Nähe, das Ehepaar, dass ihre Tochter nicht das war, was sie zu
sein schien. Sie packten die Braut und hielten sie fest, sie wuschen ihren Körper
bis die geschundene Haut abgestoßen und der Amanojaku offenbart wurde.

Der Amanojaku lief um sein Leben, doch das ältere Ehepaar jagte ihm nach.
Immer mehr Menschen schlossen sich ihnen an, bis eine ganze Reihe von
Dorfbewohnern den Dämon durch das Dorf jagten. Schlieslich holten die
Dorfbewohner den Amanojaku ein und schlugen mit Stöcken, Steinen und
Werkzeugen auf ihn ein, bis aus ihm ein blutiger Fleischhaufen wurde.

Es gibt mehrere Versionen dieser Legende.
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Amanozako

Lebensraum: Himmel
Übersetzung: Sie, die sich im Himmel allem widersetzt.
Alternative Namen: Amanozako Hime, Onna Tengu, Metengu, Tengu Kami

Erscheinung:
Amanozako ist eine schreckliche und mächtige Dämonengöttin. Sie hat eine grobe
menschliche Erscheinung, jedoch besitzt sie ein bestialisches Gesicht mit einer langen
Tengu artigen Nase, baumelnde Ohren, scharfen Zähnen und hervorstehenden Hauern.

Verhalten:
Amanozakos abscheuliche Erscheinung wird nur noch durch ihren verdorbenen und
wechselhaften Temperament übertroffen. Sie liebt es gegen die Menge anzugehen
und tut genau das Gegenteil von dem, was erwartet wird. Häufig nimmt sie die
Herzen der Menschen in besitz, dies führt dazu, dass kluge Menschen hochmütig
und übermäßig Stolz werden und törichte Menschen die Kontrolle ihrer Gemüter
verlieren.

Amanozako ist extrem wählerisch und eigensinnig. Wenn die Dinge nicht genau so
ablaufen wie sie es gern hätte, verfällt sie in eine schreckliche Raserei. Sobald
sie in diese Raserei verfällt, kann sie selbst die mächtigsten Götter über
mehrere tausend Dörfer hinweg schleudern. Ihre kräftigen Zähne können
auch die stärksten Klingen zerreißen. Niemand kann ihren Zorn stoppen.

Ursprung:
Amanozako wurde aus dem temperamentvollem Sturmgott Susanoo geboren.
Er staute seinen wilden Geist und seine schlechten Gefühle in sich an, bis sie
sich in eine große Kugel formten, die er schlieslich erbrach. Diese Kugel wurde
zu dieser Göttin.

Geschichten über sie sind uralt, sie gibt es schon lange vor der aufgezeichneten
Geschichte. Sie gilt als die Ahnengottheit der Tengu, Amanojaku und anderen
Yokai, die ihre vorlieben teilen.

Amanozako hat einen Sohn, er heist Amanosako. Im Einklang mit ihrer eigensinnigen
Natur, brachte sie ihn ganz alleine und ohne Partner hervor. Ihr Sohn erwies sich
als ebenso eigensinnig und problematisch zu sein wie sie selbst, dass selbst alle acht
Millionen Götter im Himmel ihn nicht ertragen konnten. Amanosako war so schrecklich
und ungehorsam, sodass er schlieslich zum Herrscher üder die ganzen ungehorsamen
und boshaften Götter ernannt wurde.
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Amazake Baba

Nahrung: Amazake und Sake
Lebensraum: Dunkle Gassen, vor allem in städtischen Gebieten
Übersetzung: Amazake alte Frau [Amazake ist ein süßer, alkoholarmer Sake]
Alternative Namen: Amazake Banba

Erscheinung:
Amazake Baba ist eine hagere alte Frau aus dem Nordosten Japans. Sie ist
praktisch nicht von einer gewöhnlichen alten Frau zu unterscheiden, das macht
es erheblich schwieriger sie als Yokai zu erkennen, bevor es zu spät ist.

Interaktion:
Amazake Baba erscheint in Winternächten und reist von Haus zu Haus. Sie klopft
an Türen und ruft: "Haben sie vielleicht etwas Amazake?" Diejenigen, die ihr
antworten, egal ob die Antwort ja oder nein lautet, werden sehr krank. Es heist
ein Zedernzweig über der Tür hält Amazake Baba davon ab, sich dem Haus zu nähern.

Eine Variation von Amazake Baba aus der Präfektur Yamanashi wird Amazake Banba
genannt. Sie reist von Haus zu Haus, um Sake und Amazake zu verkaufen. Die Folgen
auf ihre Frage zu antworten, sind die selben wie bei Amazake Baba, jedoch ist die
Methode sie in Schach zu halten ist etwas anders. Hängt man ein Schild an die
Eingangstür hängt auf dem steht: "Wir mögen kein Sake oder Amazake", dann wird
sie einen in Ruhe lassen und zum nächsten Haus weitergehen.

Ursprung:
Ursprünglich galt Amazake Baba als Göttin der Krankheiten, besonders für Pocken.
Während es Pockenausbrüche gab, stiegen die Sichtungen von Amazake Baba in den
großen städtischen Zentren japans, nicht nur im Nordosten. Gerüchte über alte
Frauen, die in der Nacht in den Straßen umherwanderten, sake verkauften und
Krankheiten brachten, waren in den großen Städten wie Edo, Kyoto, Osaka und
Nagoya weit verbreitet. Die Angst vor Pocken war ein wichtiges Anliegen in den
städtischen Zentren und trug zur Popularität der Amazake Baba Gerüchte bei.

Seit der Ausrottung der Pocken, hat sich die Krankheit die von Amazake Baba
vebreitet wird, von Pocken zur Erkältung geändert. Auch heute noch, können
Statuen von ihr in Städten gefunden werden. Mütter besuchen diese Statuen und
bieten ihnen Sake und Amazake als Gaben an, damit ihre Kinder nicht Karnk werden.
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Amefuri Kozo

Nahrung: Allesfresser
Lebensraum: In ganz Japan; erscheint bei Regenwetter
Übersetzung: Priester des Regenschauers

Erscheinung:
Amefuri Kozo ähneln kleine Jungen. Sie tragen Kinderkimonos, Holzschuhe und
brreitkrempige Strohhüte oder Regenschirme auf ihren Köpfen. Sie sind nicht
besonders niedlich und haben pummelig nach oben gebogene Nasen.

Verhalten:
Trotz ihrers kindischen Aussehens, sind Amefuri Kozo mit der sehr wichtigen
Aufagbe betraut, Regenschauer zu verursachen. Wo auch immer sie hingehen,
verursachen sie die Wolkenbildung, die zum Regen führt. Im alten China
glaubte man, Amefuri Kozo wären die Diener des Regengottes, der unter dem
Namen "Ushi" bekannt ist.

Interaktion:
Amefuri Kozo sind schüchtern und nur selten interagieren sie direkt mit den
Menschen, trotzdem lieben sie es, ihnen die Regenschirme zu stehlen und als
Hüte zu tragen. Sie verursachen Regenschauer über ihren Opfern.

Ursprung:
Amefuri Kozo wurden dank des Buchdrucks in der Edo Periode weithin bekannt.
Sie waren häufig die Figuren in billigen taschenformat veröffentlichungen,
die von Straßenhändlern verkauft wurden, bekannt als Kibyoshi. Kibyoshi
waren satirische Comics mit schwerpunkt auf den Illustrationen, die das
städtische Leben mit leicht zu lesenen Prosa zeigten. Amefuri Kozo und
andere Yokai wurden durch diese, Erwachsenen orienterten, Comics populär.
Die Menschen genossen ihr groteskes, albernes und etwas niedliches Aussehen.

Legende:
Wenn der Regen fällt, während die Sonne scheint, so spricht man in Japan
von Kitsune no Yomeiri.[Die Fuchs Hochzeit] Kitsune halten ihre Hochzeiten
während der Sonnenschauer. Vor der Hochzeit sprechen sie ein Gebet an den
Amefuri Kozo, damit es an ihrem Hochzeitstag regnet.
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Amemasu

Nahrung: Fleischfresser, kleinere Fische und Plankton bis einschließlich große Boote.
Lebensraum: Kalte Bäche und Seen, gelegentlich seegängig.
Übersetzung: Japanischer Saibling vergleichbar mit der Regenbogenforelle

Erscheinung:
Amemasu ist der Name des weiß gefleckten char, einen japanischen Saibling
[Salvelinus leucomaenis leucomaenis], eine Gattung der Forellen die im
Nordosten Asiens gefunden werden können. Sie sind ein beliebtes Ziel beim
Sportfischen und werden in Fischfarmen gezüchtet.

Verhalten:
Amemasu verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser, fernab von Menschen.
Sie können am meisten in Flüssen und Bächen gefunden werden, es existieren
auch seegängige Arten. Häufig findet man sie in Hokkaido, dem nördlichen Teil
von Honshu und entlang des japanischen Meeres, aber legenden über Amemasu
werden auch gelegentlich im südlichen Teil Japans gefunden. Sie ernähren sich
von Plankton und Insekten bis hin zu fischen und anderen Wasserlebewesen, die
in ihren Mund passen. Yokai Amemasu können gigantische größen annehmen, manchmal
umfassen sie einen ganzen See von Kopf bis Schwanzflosse. Diese gigantischen
Amemasu versenken gelegentlich Schiffe und verschlingen die armen Seelen, die
sich auf dem Schiff befanden. In der Ainu Folklore wird geglaubt, das wilde
Dreschen von riesigen Amemasu bewirke Erdbeben, ähnlich wie geglaubt wird, dass
Riesenwelse im restlichen Japan Erdbeben verursachen.

Interaktion:
Amemasu können die menschliche Gestalt annehmen und gehen so an Land. Sie nehmen
in der Regel die Form von jungen schönen Frauen an, um junge Männer zu verführen.
Form veränderte Amemasu können durch ihre Haut identifiziert werden, die sich wie
die eines Fisches kalt und feucht anfühlt.

Legende:
Es wird geglaubt, dass einige Seen in Hokkaido das Zuhause von riesigen Amemasu sind.
Gemäß der Ainu Folklore, sind diese Amemasu die Schutzgottheiten der jeweiligen Seen.
Der See Shikotsu ist das Zuhause eines Amemasu, dessen Kopf das eine Ende des Sees
berührt und die Schwanzflosse das andere Ende. Der See Mashu ist das Zuhause eines
Amemasu von der größe eines Wals.

Eine Legende aus Minabe, in der Präfektur Wakayama, erzählt von einem mysteriösen
Strudel der in einem tiefen Teich erscheint. In diesem Teich lebt ein riesiger
Amemasu. Jeden Frühling nimmt der Amemasu die Form einer schönen jungen Frau an
und beginnt, für zwei oder drei tage, junge Männer zu fangen, sie wurden nie wieder
gesehen. Der einzige Weg zu erkennen, dass es sich um einen Fisch und nicht um eine
Frau handelt, ist ihre kalte und freuchte Haut. Eines Tages tauchte ein Kormoran in
den Teich um zu jagen, der Amemasu verschlang den Vogel im Ganzen. Nach einer kurzen
Zeit, trieb der Amemasu tot an der oberfläche des Teiches und der Kormoran drang
aus seinem Magen heraus. An dieser Stelle wurde ein Schrein zu ehren von Konpira-San
erbaut, der noch bis heute steht.
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Ame Onna

Nahrung: Unbekannt; möglicherweise Regen oder Kinder
Lebensraum: Dunkle Straßen und Gassen, früher Wolken und heilige Berge
Übersetzung: Regenfrau
Alternative Namen: Ame Onba

Erscheinung:
Ame Onna sind eine Klasse von Yokai, die an regnerischen Tagen und Nächten
erscheinen. Wohin sie auch gehen, beschwören sie Regen herauf und werden
häufig für die Entfürungen und Weggeisterung von Kindern verantwortlich
gemacht. Sie Erscheinen als verdorbene, garstige Frauen, die von
Regenwasser durchnässt sind und sich den Regen von den Armen und
Händen lecken.

Verhalten:
Ame Onna sind mit niederen Göttern verwandt, jedoch im Gegensatz zu den
Göttern, sind Ame Onna nicht gütig. Obwohl der Regen, den sie bringen,
ein Dorf in der Dürre retten oder den Bauern glück bringen kann, haben
Ame Onna ein anderes Ziel im Sinn. Sie durchwandern die Dörfer an
regnerischen Nächten, auf der Suche nach Neugeborenen Babies. Wenn sie
eines in diesen Nächten finden, schnappen sie es sich und verschwinden
in der Dunkelheit, um aus ihnen Ame Onna zu machen.

Mütter, die ihre Babys auf diese Weise entrissen bekommen, sind dafür
bekannt sich aus Trauer und Verzweiflung in Ame Onna zu verwandeln.
Nachdem sie ihren Verstand verloren, wandern diese Frauen in der Nacht
durch die Straßen. Sie tragen große Säcke mit sich in der Höffnung, das
zu ersetzen was ihnen gestohlen wurde, als sie noch menschlich waren.
Sie schleichen sich in die Häuser, in denen weinende Kinder zu hören
sind und entführen sie in die Nacht hinein.

Ursprung:
Die erste Ame Onna geht bis in die alte Volksreligion Japans und Chinas
zurück, wo der Regen angeblich von gütigen Götter und Göttinen gebracht
wurde, die am Morgen wie Wolken und in der Nacht wie Regen gelebt haben
und auf ewig zwischen Himmel und Erde reisen. Der Legende nach, wurden
einige dieser regenbringenden Göttinnen verdorben und haben sich zu
bösen Yokai entwickelt, dabei liesen sie ihre Göttlichkeit hinter sich
um unter den Sterblichen zu leben und jagt auf sie zu machen.
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Amikiri

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Dörfer und Städte, besonders Fischerdörfer
Übersetzung: Netzschneider

Erscheinung:
Amikiri sind kleine krustentierartige Yokai, die Garnelen und Hummern
ähneln. Sie besitzen einen langen Körper, eine rot segmentierte Schale,
einen vogelähnlichen Schnabel und zwei scherenartige Klauen an ihren
Unterarmen. Sie fliegen durch die Lüfte, wie Fische die im Wasser
schwimmen. Sie sind sehr Schüchtern und erscheinen selten vor Menschen.

Verhalten:
Amikiri interagieren nicht sehr oft mit Menschen, außer einer bestimmten
Aktivität, die der Grund dafür ist, dass sie "Netzschneider" genannt
werden. Aus seltsamen Gründen lieben es Amikiri Netze zu zerschneiden,
ob es sich dabei um Fischernetze, Schiebetüren, Fenster oder um Kaya,
einem japanischen Mückennetz, handelt ist egal. Während sie nicht direkt
schädlich sind, können sie dennoch viel Unheil anrichten. Das Leben eines
Fischers ist hart, denn Fischer deren Netze von Amikiri geschreddert wurden
können ihre Existenz verlieren.

Ursprung:
Es ist unklar woher Amikiri stammen, obwohl sie eine sehr starke Änlichkeit,
sowohl im Namen als auch in ihrer Form zum Arthropoden Yokai genannt Kamikiri
tragen. Geschichten über sie sind selten und ihr Name, sowie die Form, können
tatsächlich von einem Wortspiel sein; Das Wort Ami bedeutet Netz, es ist aber
auch der Name einer winzigen Garnelenart.

Legende:
Eine Geschichte aus der Präfektur Yamagata erzählt von einem Fischer, der
eines Tages sein Fischernetz geschreddert vorfand. Er vermutete, dass es
das Werk eines Amikiri war. Am nächsten Tag, kümmerte er sich besonders
darum die Netze in seinem Haus zu verstecken, wo sie nicht von einem
wandernden Yokai gefunden werden konnten. In der Nacht jedoch schlich
sich der Amikiri in sein Zimmer und zerschnitt den Kaya, während der
Fischer schlief. Er wachte mit schmerzhaft juckenden Mückenstichen,
die seinen ganzen Körper bedeckten auf.
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Ao Andon

Nahrung: Angst
Lebensraum: Salons und Wohnzimmer, erscheint während Geistergeschicht Erzählungen.
Übersetzung: Blaue Papierlaterne
Alternative Namen: Ao Ando

Erscheinung:
Während der Edo Periode war es eine beliebte Sommeraktivität unter
den Aristokraten, Geistergeschichten zu sammeln und zu erzählen, in
der Hoffnung die Kälte der Angst, würde die intensive Hochsommerhitze
abwehren. Diese Geistergeschicht erzähl gruppen wurden hyakumonogatari
kaidankai gennant. [Eine Sammlung von hundert Geistergeschichten]
In diesen Versammlungen, wurden hundert Kerzen angezündet und in einer
blauen Papierlaterne, gennant Ando, aufgestellt um eine unheimliche
Atmosphäre für Geistergeschichten zu schaffen. Die ganze Nacht hinweg,
erzählten sich die Gäste abwechselnd immer zunehmend unheimlichere
Geschichten über Yokai, Dämonen, Geister und anderen seltsamen Dingen.
Nach jeder Geschichte wurde eine Kerze gelöscht, bis nur noch die
hundertste Kerze überblieb, ihr schwaches blaues Licht warf lange
gruselige Schatten in den dunklen Raum hinein.

Gemäß dem Aberglaube erscheint ein echter Geist, der aus den erhöhten
emotionalen Zustand und der Angst der Gäste geschaffen wurde, aus der
Dunkelheit und greift die Teilnehmer an, sobald die letzte Kerze
erlischt. Dieser Geist wurde Ao Andon genannt.

Ao Andon ist die Verkörperung der Massen menschlichen Schreckens, das
aus den angesammelten Ängsten von großen Menschengruppen gebildet wird.
Diese Angst nimmt die Gestalt einer dämonischen Frau mit langen schwarzen
Haaren, blauer Haut, geschwärzten Zähnen, scharfen Krallen und Hörnern an.
Es trägt einen weißen oder blauen Kimono und leuchtet in einem
unheimlischen blauen Licht.

Verhalten:
Ao Andon erscheint am Ende des Treffens, wenn alle Kerzen gelöscht
wurden. Es entsteht aus dem Rauch der letzten Kerze und greift die
Gäste an. Was es genau tut ist ein Rätsel, ob es alle Gäste in einem
brutalen Akt abschlachtet oder einfach nur hervor springt, um den
Gästen einen letzten Schock zu verpassen bevor diese nach Hause
zurückkehren, wurde nie aufgezeichnet. Der Grund dafür ist, dass die
Gäste nach 99 Geistergeschichten viel zu viel Angst hatten, um die
letzte Geschichte zu erzählen. Sie hörten grundsätzlich an diesem
Punkt auf, damit der Ao Andon nicht erscheint.

Ursprung:
Wie das alte Sprichwort sagt:
"Wenn man vom Teufel spricht, so erscheint er einem auch"
Es wurde befürchtet,dass wenn man lange genug von Geistern
und Gespenstern redet, diese sich dann wirklich materialisieren.
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Ao Bozu

Nahrung: Variiert von Region zu Region; für gewöhnlich Kinder
Lebensraum: Weizen/Gerstenfelder, unbewohnte Häuser, einsame Straßen
Übersetzung: Blauer Mönch/Priester

Erscheinung:
Ao Bozu werden im allgemeinen als große, einäugige, blauhäutige
Priester mit einer verbindung zur Magie dargestellt. Allerdings
variieren die lokalen Darstellungen in den Details der Größe,
Anzahl der Augen und dem Lebensraum. In Okayama werden sie als
zweiäugige Riesen dargestellt, die verlassene oder unbewohnte
Häuser zu ihrem Wohnsitz machen. In anderen Erzählungen,
erscheinen sie in Weizen/Gerstenfeldern oder auf dunklen
einsamen straßen.

Interaktion:
In Shizuoka heist es, dass Ao Bozu an frühlingsabenden bei
Sonnenuntergang in Weizen/Gerstenfeldern erscheint. Der Übergang
von Tag und Nacht ist ein beliebtes Thema in der In-Yo Zauberei.
Des Weiteren haben auch die noch blau-grünen Blätter der jungen
Gerste, eine starke Verbindung zu In-Yo. Kinder, die am Abend
durch die Felder laufen und spielen könnten von einem Ao Bozu
geschnappt und entführt werden. Gute Kinder müssen daher, nach
der Schule direkt nach hause gehen und nicht durch die Felder
trampeln.

In Kagawa erscheinen Ao Bozu spät in der Nacht vor jungen Frauen
und fragen sie: "Würdest ihr gerne am Nacken aufgehängt werden?"
Antwortet die Frau mit "Nein", so verschwindet der Ao Bozu ohne
ein wort, ignoriert sie ihn oder antwortet nicht, dann greift er
sie blitzschnell an, schlägt sie nieder und erhängt sie.

In Yamaguchi werden sie als kleinere Gottheiten angesehen.
Auf den Straßen erscheinen sie vor den Menschen und fordern diese
zum Sumoringen heraus. Da Yamaguchis Ao Bozu die größe von Kindern
besitzen akzeptierten viele Personen diese Herausforderung, um sich
von göttlicher Stärke und tödlicher Geschwindigkeit auf den Boden
schleudern zu lassen.

Ursprung:
Es ist wenig über diesen Yokai bekannt. Toriyama Sekien war der
erste, der Ao Bozu aufzeichnete, seine Illustration kam ohne einer
Beschreibung, ausser für den Namen. Von seinen Namen können wir
ein wenig Informationen ablesen; das Wort "Ao" bedeutet blau oder
grün und kann es als unreif und unerfahren bezeichnet werden. Da
die original Illustration schwarz-weiß gewesen ist, könnte es sein,
dass dieser Yokai nie in blau oder grün gefärbt werden sollte. Dank
seines Namens, wird es in der Regel in einem kränklichen Farbton
dargestellt.

Die Tatsache, dass Ao Bozu nur ein Auge hat und als kleinere Gottheit
in einigen Orten verehrt wird, zeichnet eine starke Parallele zum
Yokai, hitotsume-Kozo, auf. Auf Grund seiner Ähnlichkeit gibt es
Theorien die auf eine Verbindung, der alten Geisteranbetung des
alten Japans hindeutet. In diesen schamanistischen Proto-Religionen,
entstanden einäugige Monster oft als gefallene Berggötter und bringer
des Bösen, geschickt um die Gebote größerer Gottheiten abzuhalten.
Sie können mit geflochtenen körben oder anderen Objekten mit vielen
löchern in Schacht gehalten werden, da die Monster, dies als hunderte
von Augen sehen würden und es entweder aus Angst oder Eifersucht meiden.

Weil es so viele verschiedene Schilderungen und Arten von bösen priester
Yokai gibt, ist es unmöglich zu sagen, wer der wahre Ao Bozu und wer
eine variation eines anderen Yokai ist.
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16 Apr, 2016 15:36 42 Purpur ist offline Beiträge von Purpur suchen Nehmen Sie Purpur in Ihre Freundesliste auf
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Ao Nyobo

Nahrung: Verdorbenes übriggebliebenes Essen, andernfalls Menschen
Lebensraum: Verlassene Villen, Anwesen und Ruinen
Übersetzung: Blaue Lady
Alternative Namen: Ao Onna [Blaue Frau]

Erscheinung:
In den leeren verlassenen Anwesen vergangener Jahre, lebt manchmal
mehr als nur Spinnennetze und Kakerlagen in den Schatten. Oft nehmen
große und gefährliche Yokai diese Anwesen in besitz, darauf wartent
Gnade und Wohlstand wieder zu erlangen. Einer von ihnen ist der Ao Nyobo,
ein ogerischer Geist der Armut und des Unglücks. Sie nimmt die Gestalt
einer alten adligen Hofdame an. Ihr Körper ist in aufwändig vielschichtigen
Kimonos alter Epochen eingehüllt, obwohl sie jetzt zerfetzt und von Motten
heimgesucht wurden. Sie trägt das weiße Gesicht alter Hofdamen, mit hoch
gemalten Augenbrauen und geschwärzten Zähnen. Ihr körper ist gealtert und
faltig von dem Warten, in muffigen alten Ruinen und ihre Schönheit hat
sie längst verlassen.

Verhalten:
Ao Nyobo besiedeln leere verlassene Häuser von zerstörten Familien und
gefallenen Adligen. Sie warten im Haus, erneuern ihr Make up, richten
sich die Haare und passen ihre Erscheinung den Erwartungen kommender
Gäste an, die jedoch nie erscheinen. Möglicherweise handelt es sich
um einen geliebten oder einen Ehemann, der seine frau verlies. Sollten
Eindringlinge das Haus eines Ao Nyobo besuchen, dann werden sie von
ihnen verschlungen, daraufhin beginnen sie erneut vergeblichst zu warten.

Ursprung:
Nyobo sind die Hofdamen des alten Japans - der Inbegriff von Jugend,
Schönheit, Bildung und Verfeinerung. Sie dienten in den Palästen von
hochrangigen Familien, bis sie selbst mit einem würdigen Verehrer
verheiratet wurden. Nachdem sie verheiratet wurden, verbrachten sie
ihre Tage in ihren eigenen privaten Residenzen und warteten geduldig
darauf, dass ihre Männer abends nach Hause kommen oder auf geheime
Liebhaber, die sich im Laufe des Tages zeigten. Ao [Blau] bezieht sich
nicht auf Ao Nyobos hautfarbe, sondern deutet auf Unreife und mangelnde
Erfahrung hin. Ao Nyobos Name bezieht sich auf Frauen niederem Ranges
des alten kaiserlichen Hofes, die, egal wie hart sie an sich arbeiteten,
es nicht gelang einen Ehemann zu finden und sich aus der Armut zu
befreien. [Die "Hässlichen Stiefschwestern" des alten Japans]
Ursprünglich wurde es als beleidigende Bezeichnung für erfolglose
Hofdamen verwendet, es ist eine passende Bezeichnung für diesen Yokai.
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Aosagibi

Lebensraum: Flüsse, Feuchtgebiete; Dort wo Reiher und Wasservögel leben.
Übersetzung: Blauereiher Feuer
Alternative Namen: Goi no Hikari [Nachtreiher Licht]

Erscheinung:
Viele Vögel verwandeln sich in magische Yokai mit unheimlichen Kräften,
wenn sie ein hohes Alter erreicht haben. Aosagibi ist der Name für ein,
bizarres Phänomen, das von verwandelten Reihern, vor allem durch den
schwarz gekrönten Nachtreiher, verursacht wird. Andere Reiher und
wildvögel wie Enten und Fasane können diese Eigenschaft auch entwickeln,
jedoch wird es am häufigsten den nächtlichen Nachtreihern zugeschrieben.
Dieser Reiher kann entlang von Inseln und Küsten gefunden werden, er
bevorzugt abgelegene Gebiete mit hohem Schilf und dichten Wäldern.
Er kann am häufigsten Nachts in den Bäumen gesehen werden, wo die Reiher
nisten, an flüssen wo sie jagen oder wenn sie in die Dämmerung fliegen.

Verhalten:
Die langlebigen Reiher beginnen glänzende Schuppen auf ihrer Brust zu
entwickeln, die sich mit ihren Federn verschmelzen. Mit jedem Atemzug
pusten sie ein gelb irisierendes Pulver aus ihren Schnäbeln, das sich
im Wind zerstreut. Im Herbst fangen ihre Körper an, in der Nacht einen
bläulich weißen Glanz auszustrahlen. Ihr pulvriger Atem entzündet sich
in leuchtend blaue Feuerkugeln, die sie über das Wasser oder hoch in
die Bäume wehen. Diese Feuerkugeln besitzen keine Hitze und entzünden
auch nichts, sie verdampfen im Wind.

Interaktion:
Wie die meisten Wildvögel sind Nachtreiher scheu und fliehen in der
Regel vor den Menschen, selbst nachdem sie zu Yokai wurden, behalten
sie ihre Schüchternheit. Während der Anblick einer Kolonie von Wildvögeln,
die blaue Flammen ausatmen und seltsame Rufe von sich geben, in kühlen
Herbstnächten ziemlich beunruhigend sein kann, stellen Aosagibi keinerlei
Bedrohung für den Menschen da. Da es jedoch eine starke Ähnlichkeit zu
anderen Feuerkugelartigen Phänomen aufweist sollte Vorsicht geboten sein,
um Aosagibi nicht mit Uni Bi oder anderen übernatürlichen Lichtern zu
verwechseln.
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Ashura

Nahrung: Fleichfresser; Sie Leben von Gewalt und Zerstörung
Lebensraum: Shurado, eines der himmlichen Reiche
Übersetzung: Asura, Kriegerdämon aus der buddhistischen Kosmologie
Alternative Namen: Asura

Erscheinung:
Ashura sind gefürchtete Dämonengötter, mit mehreren Gesichtern und Armen. Sie haben
eine grobe menschenähnliche Erscheinung, aber ihre Größe, Stärke und ihre zahlreichen
Anhängsel unterscheiden sie von den Sterblichen.

Verhalten:
Ashura sind Krieger und leben vor allem für den Kampf. Sie lieben Kämpfe, Kriege und
das Zerstören von Dingen. Sie haben ein enormes Ego; Ashura wollen immer besser als
andere sein, sie haben keine Geduld for die, die schwächer sind als sie selbst und
ziehen es vor, jedes Problem mit Gewalt zu lösen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Ashura, einige werden als Götter und andere
als Dämonen betrachtet. Ashura sind stark, kraftvoll und magisch, sie erfahren mehr
Freude als jene im Menschenreich und leben viel länger. Sie werden von intensiver
Leidenschaft wie Zorn, Stolz, Gewalt und Gier kontrolliert, trotz ihrer von Freude
erfüllten Existenz, sind sie ständig am Kämpfen und nicht in Ruhe. Ashura werden
auch von Eifersucht geplagt; Als Ashura wiedergeboren zu sein bedeutet, ständig
daran erinnert zu werden, wie viel besser das Leben gewesen wäre, wenn man in einem
himmlichen Reich wiedergebören wäre und nicht im Shurado.

Ursprung:
Im japanischem Buddhismus wird man, nach dem Tod, in einem der sechs buddhistischen
Reiche wiedergeboren: Tendo, das Reich des Himmels; Ningendo, das Reich der Menschen;
Shurado, das Reich von Ashura; Chikushodo, das Reich der Tiere; Gakido, das Reich der
hungrigen Geister und Jigokudo, das Reich der Hölle. Von diesen, werden nur das Reich
des Himmels und das Reich der Menschen als "Glückliche" Wiedergeburten angesehen. Die
verbleibenden Reiche werden als "Unglückliche" Wiedergeburten angesehen, Jigokudo ist
das Schlimmste, gefolgt von Gakido. Chikushodo ist genauso schlecht, weil Tiere von
ihren Verlangen geleitet werden und somit keine Erleuchtung erlangen können. Shurado,
das Reich von Ashura, ist das letzte der "Unglücklichen" Wiedergeburten.

In einigen Buddhistischen Traditionen, wird Shurado als niedrigstes Level des Himmels
angesehen und den "Glücklichen" Wiedergeburten zugeordnet. Ashura werden sehr von ihren
Emotionen kontrolliert, somit ist es für sie fast unmöglich die Erleuchtung zu erlangen
und zu Buddhas zu werden, um den endlosen Kreislauf der Wiedergeburt zu entfliehen.
Seelen, die hier wiedergeboren werden, sind in der Regel Menschen, die ein gutes Leben
bis zu einem Punkt geführt, aber einige böse Taten begangen haben, die sie daran hindern
im Reich des Himmels wiedergeboren zu werden.
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Atuikakura

Nahrung: In erster Linie ein Aasfresser, gelegentlicht Schiffe
Lebensraum: Bucht Uchiura in Hokkaido
Übersetzung: Japanische Version des Ainu Namens, Atuy Kakura
Alternative Namen: Atsuuikakura

Erscheinung:
Atuikakura ist eine riesige Seegurke, die Tief in der Bucht Uchiura in Hokkaido lebt.

Verhalten:
Atuikakura wird selten wegen seines Unterwasser Lebensstils gesehen. Es verbringt die
meiste Zeit tief im Wasser, gelegentlicht saugt es sich an Treibholz fest und lässt
sich zu anderen Teilen der Bucht treiben.

Interaktion:
Atuikakura kann für Schiffe in der Bucht sehr gefährlich sein, trotz das es selten
gesehen wird. Wenn es erschreckt wird, drischt es wild um sich und zertrümmert oder
kentert Schiffe, die es passieren. Manchmal verwechselt es Holzboote mit einem Stück
Treibholz, saugt sich mit dem Mund daran fest und zerrt es in die Tiefen.

Ursprung:
Atuikakura ist die japanische bezeichnung fur Atuy Kakura von den Ainu.
"Atuy" bedeutet "Meer" und "Kakura" bedeutet "Seegurke". Einer einheimichen Legende
zufolge entsteht Atuikakura, wenn die Mouru, die traditionelle Unterwäsche von Ainu
Frauen, den Fluss hinunter in die Bucht gespült wird. Die Mouru sinkt auf den Grund
der Bucht Uchiura und verwandelt sich in eine gigantische Seegurke.
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Azuki Arai

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Entlegene Wälder; In ganz Japan
Übersetzung: Der Bohnen Wäscher
Alternative Namen: Azuki Togi [Bohnenschleifer]

Erscheinung:
Azuki Arai ist ein mysteriöser Yokai, der in Bergregionen in ganz Japan anzutreffen
ist. Er hat viele heimische Spitznamen, ein geläufiger Name ist Azuki Togi. Dieser
Yokai lebt tief in Wäldern ung Gebirgen und verbringt seine Zeit an Flüssen. Es
wurden wenige tatsächliche Sichtungen aufgezeichnet, dennoch wird gesagt, er sei
eine kurze und gedrungene Gestalt mit großen runden Augen und ähnelt insgesamt einen
buddhistischen Priester. Er erscheint voller Freude mit einem dümmlichen Lächeln
und großen Händen, die nur aus 3 Fingern bestehen.

Verhalten:
Azuki Arai werden mehr gehört als gesehen. Ihre Hauptaktivität scheint es rote Azuki
Bohnen am Flussufer zu waschen, hinzu wird ein schreckliches Lied, das durch den
"Shoki Shoki" klang von gewaschenen Bohnen in einem Korb entsteht, gesungen:
- Azuki araou ka? Hito totte kuou ka? [Shoki Shoki] -
Soll ich meine roten Bohnen waschen oder mir einen Menschen zum essen fangen [Shoki Shoki]

Interaktion:
Passanten die Azuki Arai singen hören, rutschen und fallen für gewöhnlich in den Fluss,
während das Geräuch des Wasser den Yokai vergrault. Nahezu alle Begegnungen mit Azuki
Arai sind rein auditorisch; Sie sind notorisch schüchtern und tun alles um nicht gesehen
zu werden. Ihre unheimliche Eigenschaft, die Geräuche der Natur und Tiere zu imitieren,
hilft ihnen sich zu verstecken. Aufgrund ihrer Flüchtigkeit sollen Azuki Arai Glück
bringen, sofern man sie entdeckt.
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Azuki Baba

Nahrung: Menschen
Lebensraum: Wälder und gelegentlich Dörfer im Nordosten Japans
Übersetzung: Die Bohnen hexe
Alternative Namen: Azukitogi Baba [Die Bohnen schleifende Hexe]

Erscheinung:
Die Leute aus der Miyagi Präfektur erzählen von einem viel unheimlicheren Mitglied
der Azuki Yokai Familie. Statt den gutartigen und netten Azuki Arai, die in den
meisten Teilen des Landes bekannt sind, nimmt die Variation aus dem Nordosten die
Gestalt einer gefürchteten alten Hexe an, die ganz in Weiß gekleidet ist und mit
heiserer und hässlicher Stimme singt. Azuki Baba erscheinen nur in der Dämmerung,
besonders an regnerischen oder nebligen Herbstnächten. Ihr Lied ähnelt dem des
Azuki Arai, abgesehen davon, dass Azuki Baba in der Regel dem Teil des Liedes
folgen, indem sie Menschen zum essen fangen.

Verhalten:
Zeugen, die Erlebnisse mit Azuki baba überlebt haben, erzählen von einem sichtbaren
weißen Schimmer, der durch den dicken weißen Nebel dringt. Aus dem Nebel heraus hört
man die heisere Stimme einer alten Hexe, die ihr grässliches Lied singt und Bohnen
zählt, während sie die Bohnen am Fluss in einem Sieb wäscht. Jene, die an diesem
Punkt nicht umkehren, schaffen es niemals zurück.

Interaktion:
Trotz ihrer Wildheit, sind Azuki Baba seltener als ihre harmlosen Bohnen waschenden
Gegenstücke und werden meistens in Geschichten verwendet, um Kinder zu erschrecken.
Von allen Variationen von Azuki bezogenen Yokai, handelt es sich tatsächlich um
einen Gestaltswandler wie Itachi, Tanuki oder Kitsune die den harmlosen Azuki Arai
imitieren, um ein neugieriges kind zu fangen und zu essen.
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Azuki Hakari

Nahrung: Unbekannt
Lebensraum: Ländliche Dörfer,Häuser, Dachböden, Gärten
Übersetzung: Der Bohnenzähler/Erbsenzähler

Erscheinung:
Ein möglicher Verwandter des Azuki Arai, Azuki Hakari oder auch "Der Bohnenzähler"
ist ein Poltergeist, der in Häusern und Tempeln gefunden werden kann. Er ist für
die Geräusche, die er macht, bekannt. Es wird gesagt, dass er auf Dachböden oder
in Gärten haust und meistens nur Nachts aktiv ist. Azuki Hakari wurde nie direkt
gesehen, sondern nur gehört. Obwohl Ähnlchkeiten in Namen und Lebensraum zu den
Azuki bezogenen Cousins besteht, hat Azuki Hakari einige Merkmale, die ihn als
seperaten Yokai klassifizieren.

Verhalten:
Azuki Hakari erscheinen Nachts, nach Mitternacht, in Häusern. Eine Begegnung
beginnt in der Regel mit den Geräusch von schweren Schritten, zwischen dem
Dach und dem Dachboden. Kurz darauf gibt es rythmische Geräusche von trockenen
Azuki Bohnen, die an Fenstern oder Schiebetüren gestreut werden. Die Geräusche
werden zunehmend lauter und ändern sich allmählich in plätscherndes Wasser, bis
es sich zum Schluss wie Geta, japanische Holzsandalen, ausserhalb des Raumes anhört.
Das Öffnen der Fenster oder Schiebetüren lässt die Geräusche sofort verstummen,
dabei lassen sich keine Anzeichen von Geschöpfen finden, die diese Geräusche hätten
verursachen können, noch irgendwelche Bohnen oder Pfützen.

Da direkte Beobachtungen aller Azuki Geister sehr schwierig ist, ist es sehr
wahrscheinlich, dass ein Paar dieser Geschichten über Azuki Arai, die sich in
der Nähe von Häusern und fernab von Flüssen ereigneten, eigendlich Begegnungen mit
Azuki Hakari sind.
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Dieser Beitrag wurde schon 9 mal editiert, zum letzten mal von Purpur am 30 Mar, 2017 13:44 03.

21 May, 2016 15:11 15 Purpur ist offline Beiträge von Purpur suchen Nehmen Sie Purpur in Ihre Freundesliste auf
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Bakekujira

Nahrung: Keine
Lebensraum: Japanisches Meer
Übersetzung: Geisterwal
Alternative Namen: hone kujira [Knochenwal]

Erscheinung:
Bakekujira sind lebhafte Skelettwale, die nahe der Oberfläche des Meeres schwimmen.
Sie tauchen auf, wie sie es zu lebzeiten schon getan haben. Sie zeichnen sich durch
einem Schwarm unheimlicher Vögel und seltsamen Fischen aus, die es verfolgen. Sie
erscheinen an regnerischen Nächten an der Küste, in der nähe von Walfangdörfern.

Interaktion:
In den alten Zeiten, als es noch reichlich Wale im Japanischen Meer gab, war die
Sichtung eines Wals, ein Segen für die Bewohner armer Fischerdörfer. Ein Dorf,
konnte aus dem Fleisch und Öl eines einzelnen Wals, eine Menge Wohlstand ernten.
Doch solch eine Prämie kommt nicht ohne Preis, viele Fischer behaupten, dass die
Seelen dieser Wale als Bakekujira weiterleben und sie sich nach Rache an den
Menschen sehen, die ihnen das Leben nahmen. Ein Schrecklicher Fluch ereilt jedem,
der Zeuge eines Bakekujiras wird, den sie, auf ihrem Heimweg, in ihr Dorf bringen.
Der Fluch des Wals bringt den Dörfern die es trifft, Hungersnot, Pest, Feuer und
andere Katastrophen.

Legende:
In einer regnerischen Nacht vor langer Zeit, wurden Fischer auf der Shimane
Halbinsel zeuge einer gewaltigen weißen Gestalt, vor der Küste des Japanischen
Meeres. Sie schielten mit den Augen, es schien als schwimmt ein Wal an der Küste.
Aufgeregt über diesen Fang, versammelten sie die Dorfbewohner, die ihre Speere und
Harpunen nahmen, um mit ihren Booten ihre Beute zu jagen.

Sie erreichten den Wal, doch egal wie oft sie es auch versuchten, keiner konnte
ihn treffen. Als sie etwas genauer durch die dunkle, vom regen verschwommene,
Wasseroberfläche schauten, erkannten sie auch warum: Das, was sie glaubten ein
weißer Wal gewesen zu sein, war in wirklichkeit ein gigantisches Skelett, das
im Meer trieb. Nicht ein einziges Stück Fleisch befand sich am ganzen Körper.

In jenem Augenblick wurde das Meer lebendig, von seltsamen Fischen, die noch
nie zuvor gesehen wurden. Vögel schwärmten am Himmel umher, die niemand erkennen
konnte und die man nie zuvor sah. Der Geisterwal wandte sich dem Meer zu und
verschwand mit den ganzen seltsamen Fischen und Vögeln in der Strömung, sie wurden
nie wieder gesehen.
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Bakeneko

Nahrung: Fleischfressend, Fische, Vögel, kleinere Tiere, gelegentlich Menschen.
Lebensraum: Dörfer und Städte
Übersetzung: Monsterkatze, Geisterkatze

Erscheinung:
Wilde und häusliche Katzen können in ganz Japan gefunden werden:
In Häusern als Haustiere, auf Farmen als Kammerjäger und in Dörfern und Städten,
als Streuner. Wenn Katzen ein hohes Alter erreichen, entwickeln sie übernatürliche
Kräfte und verwandeln sich in Yokai. Bakenekos übernatürliches Leben ist fast
identisch mit dem einer gewöhnlichen Hauskatze. Früh beginnen sie damit auf ihren
Hinterpfoten zu laufen. Nachdem sie etwas älter wurden und ihre Kräfte stiegen,
können sie sehr groß werden, manchmal sogar so groß wie ein ausgewachsener Mensch.

Verhalten:
Bakenekos besitzen eine große Verwandlungsfähigkeit und verwandeln sich häufig
in kleinere Katzen oder Menschen, manchmal sogar als ihre eigenen Herrchen.
Sie verwandeln sich gerne in Menschen, mit einem Handtuch um den kopf bekleidet
tanzen sie fröhlich herum. Viele lernen die menschliche Sprache. Sie haben keine
schwierigkeit damit Dinge zu essen, die größer sind als sie selbst, genauso wie
giftige Dinge. Bakenekos ist es sogar möglich ihren eigenen Meister zu verspeisen,
dann nehmen sie dessen Form und Platz im Leben ein. Wenn sie ihre Besitzer nicht
umbringen, dann bringen sie Ihnen Flüche und großes Unglück. Sie sind in der Lage
gespenstische Feuerbälle zu beschwören und sind bekannt dafür, dass sie mit ihren
Schweifen versehentlich Hausbrände entfachen, die wie Fackeln auf irgendwelchen
brennbaren Materialien im Haus einwirken. Sie haben auch die beunruhigende Fähigkeit,
frische Leichen zu reanimieren und als Puppen für ihre eigenen schändlichen Zwecke
zu verwenden. In der Regel sind sie eine Bedrohung für jedes Haus in dem sie leben.

Ursprung:
Bakenekos können als Ergebnis einer Reihe von verschiedenen Dingen entstehen, die
häufigsten Gründe sind: Ein langes Leben, das Heranwachsen zu einer bestimmten Größe,
durch Zunahme von einer großen Menge Lampenöl. Es gilt als verräterisches Zeichen,
dass eine Katze zu einer Bakeneko wird, wenn sie einen außergewöhnlich langen Schwanz
besitzt. Dieser Aberglaube führte zu dem Brauch, den Schwanz einer Katze im frühen alter
zu kürzen, damit kein übernatürlicher wuchs entsteht und die Verwandlung in einen Yokai
verhindert wird.
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Bakezori

Übersetzung: Geisterzori [Traditionelle Strohsandalen]

Erscheinung:
Strohsandalen, bekannt als zori, und anderes Schuhwerk, die misshandelt und
von ihren Besitzern vergessen wurden, können sich in einen Yokai namens Bakezori
verwandeln.

Verhalten:
Diesen sandalenförmigen Yokais sprießen Arme, Beine und ein einzelnen großes Auge
im Zentrum. Des Nachts laufen sie um das Haus herum und verursachen Unheil und Lärm.
Bakezori haben einen Lieblingsgesang, den sie singen, während sie auf ihren kleinen
Füßen um das Haus herum laufen:

Kararin! Kororin! Kankororin! Managu mittsu ni ha ninmai!
[Kararin! Kororin! Kankororin! Drei Augen und zwei Zähne!]

"Drei Augen" bezieht sich auf die Löcher, wo die Sandal Riemen befestigt sind,
"Zwei Zähne" bezieht sich auf die beiden hölzernen Platten, die an der Sohle befestigt
sind. Die anderen Worte sind fröhlich dumme Quatschgeräusche.
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Baku

Nahrung: Schlechte Träume
Lebensraum: Tiefe dichte Wälder
Übersetzung: Keine, Basiert auf den chinesischen Namen der selben Kreatur.

Erscheinung:
Der Baku ist eine seltsame, heilige Bestie mit dem Körper eines Bären, dem Kopf
eines Elefanten, den Augen eines Rhinozeroses, dem Schwanz eines Ochsen und den
Beinen eines Tigers. Trotz ihres ungeheuerlichen Aussehens, werden Baku als mächtige
Kräfte des Guten und als einen der heiligen Beschützer der Menschheit verehrt.

Verhalten:
Baku wachen über die Menschen und handeln als ein Wächtergeist. Sie ernähren sich
von den Träumen der Menschen - besonders von schlechten Träumen. Böse Geister und
Yokai fürchten sich vor den Baku und fliehen vor ihm, sie meiden dessen Gegenden.
Wo auch immer ein Baku hingeht, folgen ihm Glück und Gesundheit.

Interaktion:
Bakus Name und Bild, werden in der japanischen Geschichte für Amulette und Talismane
als Symbol des Glücks verwendet. In alten Zeiten war es üblich, das Kanji für Baku
auf Kissen zu sticken, um schlechte Träume, böse Geister und Krankheiten fernzuhalten.
Für gewöhnlich sind furchterregende Baku Abbilder in den Säulen über den Tempeltüren
und in den tragenden Säulen von Tempeldächern geschnitzt. Es ist eine, von nur einer
Handvoll, heiliger Kreaturen, die auf diese Weise geehrt werden.

Ursprung:
Die Legende besagt, dass, als die Welt noch neu und die Götter die Tiere erschufen,
der Baku, am Ende der Schöpfung, aus den übrig gebliebenen Teilen erschaffen wurde.
Dies ist der Grund, warum es als ein liebling der Götter gilt und ein so bizarres
Aussehen besitzt.

Das japanische Wort Baku bezieht sich heute auch auf den Tapir. Das Tier wurde nach
seiner unheimlichen Ähnlichkeit zu dieser heiligen Kreatur benannt.
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Basan

Nahrung: Glut und verkohltes Holz
Lebensraum: Gebirgswälder: Nur auf Shikoku
Übersetzung: Onomatopoetisch: Vom Klang seiner flatternden Flügel
Alternative Namen: Basabasa, inu-ho-o

Erscheinung:
Basan sind sehr seltene Vögel die nur, in den Bergen von Ehime, auf der Insel Shikoku
gefunden werden können. Sie besitzen ungefähr die große eines Truthahns und sehen aus
wie Hühner. Sie sind leicht an ihrem brilliant gefärbten Gefieder und leuchtend rotem
Kamm, das wie Zungen einer Flamme erscheinen, zu erkennen. Ihr bemerkenswertes Merkmal
ist ihr Atem, der sichtbar aus ihrem Mund strömt wie ein Drachenfeuer. Die Flamme gibt
keine Hitze ab und entzündet auch keine brennbaren Materialien.

Verhalten:
Basan sind sehr selten gänzlich nachtaktiv, daher ist nur wenig über ihr Verhalten bekannt.
Sie bauen ihre Nester in abgelegenen Bambuswäldern, weit entfernt von menschlicher aktivität.
Ihre Ernährung besteht aus verkohltem Holz und Glut und sie sind bekannt dafür, dass sie
Nachts in abgelegenen Dörfern umher wandern, um sich an den Überresten von Lagerfeuern und
Holzkohle zu laben. Wenn sie erfreut oder erschrocken sind, schlagen sie mit ihren Flügel
und schaffen so den markanten, raschelnden "basabasa" Klang, von dem sie ihren Namen haben.
Menschen, die diese Handlung erlebten, berichten, dass sich die Vögel in luft auflösen
wenn sie bemerkt werden.
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Betobetosan

Nahrung: Angst
Lebensraum: Gassen und schmale, schräge Straßen.
Übersetzung: Onomatopoetsich: Vom Klang der Schritte
Alternative Namen: Bishagatsuku

Erscheinung:
Betobetosan ist ein formloses Gespenst und ist nur durch sein verräterischen Klang
erkennbar - Der "beto beto" Klang von hölzernen Sandalen die auf den Boden klappern.

Interaktion:
Menschen, die Nachts alleine durch die Straßen gehen, begegnen manchmal diesem harmlosen
dennoch störenden Yokai. Er synchronisiert sein Tempo mit dem von Spaziergängern und folgt
ihnen solange er kann, immer näher und näher mit jedem Schritt. Für die Opfer kann es
ziemlich traumatisch sein. Das eindringliche Geräusch von Schritten das ihnen folgt, wohin
sie auch gehen, aber jedes mal wenn sie sich umdrehen, um zu erspähen was sie verfolgt,
finden sie nichts.

Obwohl Betobetosan beunruhigend wirkt, ist es nicht gefährlich. Sobald jemand realisiert,
dass er oder sie von Betobetosan verfolgt wird, reicht es einfach an die Seite der Straße
zu gehen und "Nach dir, Betobetosan" zu rufen, um dem Yokai zu entkommen. Die Schritte
schreiten voran und verschwinden von der Hörweite, sodass der Spaziergänger in Frieden
weitergehen kann.

Ein Betobetosan, der in Winterschneestürmen im nördlichen Fukui erscheint ist als Bishagatsuku
bekannt. Seinen Namen bekommt er von dem "bisha bisha" Klang, den seine Phantomfüße in den
matschigen Straßen machen.
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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Purpur am 04 May, 2017 18:25 22.

25 Mar, 2017 14:17 20 Purpur ist offline Beiträge von Purpur suchen Nehmen Sie Purpur in Ihre Freundesliste auf
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Biwa Bokuboku

Übersetzung: Hat seinen Namen von einer bestimmten legendären Biwa
[Die Biwa ist eine Birnenförmige kurzhalslaute und ein klassisches japanisches Musikinstrument]

Erscheinung:
Eine Biwa ist eine Laute, die häufig zum Erzählen von Geschichten und Gedichten verwendet wird.

Verhalten:
Eine Biwa von extrem feiner Bauart, kann sich beim Erreichen eines fortgeschrittenen Alters, in
eine selbst spielende Biwa, bekannt als Biwa Bokuboku, verwandeln. Ihr wächst ein Körper, wie der
eines Menschen und sie wandert wie ein blinder Priester herum. Sie trägt einen Spazierstock und
spielt für Geld, auf den Straßen Musik.

Ursprung:
Dieser Tsukumogami bekam seinen Namen von einer legendären Biwa namens Bokuba, der nachgesagt wurde,
auf eigene Weise Musik zu spielen, die so schön war um selbst einen Oni zu bezaubern, wenn niemand hinsah.
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Buruburu

Nahrung: Feigheit
Lebensraum: Menschenbewohnte Gebiete
Übersetzung: Onomatopoetisch: Der Klang vom Zittern
Alternative Namen: Zozogami

Erscheinung:
Buruburu werden manchmal als Geist der Feigheit bezeichnet.
Sie verfolgen Menschen und versetzen sie in Angst und bringen sie ins Schaudern.

Interaktion:
Buruburu werden durch feige Handlungen von Menschen geboren, wie vor einem Kampf zu fliehen.
Sie ergreifen Besitz von Menschen, indem sie sich an ihre Hemdkragen klammern und ihre Nacken
berühren. Dies bewirkt, dass ihre Haare zu Berge stehen und ihnen ein kalter Schauer den Rücken
hinunter läuft.

Ursprung:
Die Wörter "buruburu" und "zo" sind onomatopoetisch, für den Klang vom Zittern und der
Kälte der Angst. Den Namen bekommt der Geist vom Klang, den es bei Menschen
verursacht, der ihnen kalt den Rücken hinunter läuft.
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Byakko

Lebensraum: Der westliche Himmel
Übersetzung: Weißer Tiger
Alternative Namen: Baihu

Erscheinung:
Byakko ist ein himmlicher weißer Tiger, der den westlichen Himmel Bewohnt.
Er umspannt sieben der achtundzwanzig chinesischen Sternenkonstellationen und beansprucht
ein viertel des ganzen Himmels. Die Rückseite, befindet sich in den Sternenkonstellationen
Andromeda und Fische. Die Mitte, befindet sich in den Sternenkonstellationen Widder und Stier
und die Vorderseite befindet sich im Orion.

Interaktion:
Byakko ist einer der Shijin, vier Symbole, die wichtige mythologische Figuren im Taoismus sind.
Er ist der Wächter des Westens und wird mit dem chinesischen Element Metall, der Jahreszeit
Herbst, dem Planeten Venus und der Farbe Weiß assoziiert. Er steht für Tugend und Gerechtigkeit
und kontrolliert den Wind.

Ursprung:
Byakko und die anderen Shijin kamen im 7.Jahrhundert von China nach Japan. Sie sind mit dem
Taoismus, Feng Shui, Astrologie, die fünf Elementtheorie und anderen Formen der chinesischen
Mystik verbunden. Die alte Hauptstadt Japans wurde in Übereinstimmung mit diesem Glauben
aufgebaut, jeder Quadrant der Stadt war einem der vier Symbole gewidmet. Ausgrabungen der
alten Grabhügel in Nara enthüllten Gemälde von Byakko und den anderen Shijin an den
Grabmauern.

Jahrhunderte später ging der Glaube zur Astrologie über und die Anbetung der vier Symbole,
wurde allmählich durch die Anbetung der vier himmlischen Könige des Buddhismuses ersetzt.
Ihre Verwendung als Symbole ging jedoch weiter.
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Weitere Yokais folgen..

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